Windsbacher Erinnerungen
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    Der Windsbacher Knabenchor, das Windsbacher Internat,
sie haben eine Geschichte, eine Vergangenheit – und die
Erinnerungen daran sind nicht für alle erfreulich.

Viele "Ehemalige" erinnern sich gerne an ihre Zeit dort, andere
berichten nach langer Zeit des Verdrängens von traumatisie-
renden Erlebnissen.
Ihnen wollen wir ein Forum bieten, der Aufarbeitung ihrer
Traumata Raum geben. Dafür ist diese Internet-Präsenz
ursprünglich entstanden – und wurde dafür von Anfang an
sehr heftig bekämpft.
Bis heute geht es darum, ob man sich diesem weniger ange-
nehmen Andenken stellen will oder nicht. Wir tun es – ohne die
guten Erinnerungen, die es ja auch für uns gibt, zu verleugnen.
   
   
   
Schließung  

Liebe "Ehemalige",

wir werden diese Webseite Anfang Juli 2019 schließen. Sie wurde eingerichtet, als es darum ging, den Namen Hans Thamms wegen der für viele – nicht für alle – seiner ehemaligen Choristen sehr unangenehmen Erinnerungen an ihn nicht ganz so hoch zu hängen.

Unsere Ziele haben wir erreicht und konnten hier manchem, der seine traumatischen Erinnerungen nicht nur an Thamm, sondern an ‘Windsbach’ im Allgemeinen nur schwer tragen konnte, für einige Zeit ein Podium bieten.
Die Inhalte dieser Webseite werden bei einigen Mitgliedern der Redaktion gespeichert bleiben.

Wir danken allen unseren Unterstützern und wünschen ihnen sowie dem ‘Windsbach von heute’ alles Gute.

   
   
   

Wenn man etwas vergisst,
gibt es keine Grundlage
für Vergebung!


(Dalai Lama)

   
   
   

In memoriam
Peter Geßwein (+ 82)

Es ist nicht ganz leicht, ihn einzuordnen. Auf jeden Fall hob er sich wohltuend von all den anderen Funktions-trägern ab, die ich kennenlernte. Ich erinnere mich nicht, ihn während der langen Jahre richtig schlagen gesehen zu haben. Abgesehen von einigen Maulschellen, die gang und gäbe waren und eigentlich nicht zu Buche schlugen.
Geßwein war ein Phänomen. Zehn Jahre vor mir selbst als Schüler in das Internierungshaus eingeliefert, kam er nicht mehr davon los. Er war der Präfekt schlechthin. Altphilologischer Chefpräfekt. Die Alma Mater, für mich zur Institution des Schreckens geworden, entwickelte sich für ihn zur Heimat.

Geßwein hatte seine Günstlinge. Wer sich seiner Gunst erfreuen konnte, schob eine ruhige Kugel. Auch Alfred Sörgel und ich gehörten zeitweise zu diesem erlauchten Kreis.
Das kam so: Mit dem Beginn der 11. Klasse wechselten die Schüler vom Haupthaus in das Studienheim über. Einzelzimmer. Ein Hauch von Freiheit wehte durch dieses Gebäude.
Als wir die 10. Klasse besuchten, waren dort ungewöhn-lich viele Zimmer frei geworden, so dass wir vorzeitig zum Überwechseln anstanden. Für die ganze Klasse reichte es aber doch nicht.
Alfred und ich mussten verzichten.
Damit uns das nicht allzuschwer fiel, räumte uns Geßwein im Haupthaus in etwa die gleichen Freiheiten ein wie längeres Aufbleiben und mehr Ausgang. Mehr noch, und dies war für die damalige Zeit wirklich außergewöhnlich: Er lud uns beide jeden Freitag nach der Abendandacht in das Gasthaus "Zum Stern" am Unteren Tor ein und bezahlte uns ein je Knöchla mit Kraut und  zwei Halbe Bier.

Geßwein besaß Witz und viel Menschlichkeit. Man konnte bei ihm immer ein Augenzwinkern erwarten, auch wenn er durchgreifen musste.
Ich glaube, dass er einer der Wenigen war, der seinen pädagogischen Auftrag als solchen begriff und erfüllte.

Eine Ausnahme.

   
   
   

Gelöscht?

Könnte sein, dass es unter "Ablage" liegt (s. links)!


Letzte Änderung:
25/3/19

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